Vortragende(r):
Landesrat Mag. Christopher DREXLER, Botschaftsrat Stephen A. HUBLER (US-Botschaft in Österreich), Dipl.-Ing. Alexander TESSMAR-PFOHL (Sattler AG) und ao.Univ.Prof. Dr. Ellen L. ZECHNER (Vizepräsidentin des FWF)
unter der Moderation von Mag. Anna Giulia FINK, Der Standard

 

 

Das Verhältnis zwischen den USA und EU bzw. Europa ist seit dem Ende des 2. Weltkrieges geprägt von Freundschaft, aber auch von Spannungen.

Der Club Alpbach Steiermark lud am 16. Jänner zu einer Diskussionsveranstaltung zum transatlantischen Verhältnis. Trotz des Titels „Konflikt und Kooperation“ betonten die Rednerinnen und Redner vor allem das kooperative Verhältnis zu den USA. Landesrat Mag. Drexler warnte vor oberflächlichem Antiamerikanismus und Botschaftsrat Hubler betonte wörtlich, dass die USA die EU brauchen, würden und zwar „für unsere Interessen“.

Vielleicht war diese Aussage nicht in diesem Sinne gemeint, dennoch implizierte sie bei manchen ZuhörerInnen die Frage, ob die transatlantischen Beziehungen wohl auch auf Augenhöhe stattfinden, oder ob die USA die EU als Juniorpartner bei der Durchsetzung von Interessen sehen?

Dass beide Staatsgebilde einander brauchen und voneinander profitieren können, darin war man sich einig. Man spricht gerne über die Kooperation, weniger über den Konflikt, der für so manche kritische ZuhörerInnen zu wenig thematischen Widerhall fand.

 

Beim anschließenden IG-Stammtisch und dem Club-Buffet bot sich die Gelegenheit, noch einmal ausgiebig die Debatte weiterzuführen. Dass das Thema jedenfalls nicht nur polarisiert, sondern auch mobilisiert, zeigte sich darin, dass die StipendiatInnen der IG-Graz/Leoben sehr zahlreich unter dem Publikum vertreten waren.